Inulin

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Inulin ist ein Ballaststoff, der in der Lebensmittelbranche immer mehr Bekanntheit als natürliches Süßungsmittel erlangt. Da wir bei foodloose keinen Industriezucker einsetzen ist Inulin als Zuckeralternative auch für unsere Produktentwicklung interessant. In den letzten Monaten haben wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigt, dabei ist uns nicht nur aufgefallen, dass es sehr viel Wissenswertes über den Ballaststoff zu erzählen gibt – vielen Menschen ist Inulin kein Begriff oder aber sie schätzen den Ballaststoff als etwas Störendes, sogar Schädliches, für den Magen-Darm-Trakt ein. Wir verraten, worum es sich bei dem Inhaltsstoff wirklich handelt und welche positiven Wirkungen sich dahinter verstecken.

Was ist Inulin?

Inulin ist ein natürliches Süßungsmittel, das als wasserlöslicher Ballaststoff zu den förderlichen Nährstoffen zählt. Auf der einen Seite dient Inulin einigen Lebensmitteln als natürlich süßer Geschmacksträger und kann als Süßersatz eingesetzt werden, um auf raffinierten Zucker oder andere süße Alternativen zu verzichten. Doch nicht nur die Geschmackssinne profitieren: Auf der anderen Seite freuen sich ebenso die Darmbakterien über den prebiotischen Botenstoff.

Wir erhalten zwar keine Energie durch Inulin, jedoch zieht unser Körper jede Menge positive Wirkungen aus dem Inhaltsstoff. Da es aus Polysacchariden (Mehrfachzucker) und Fructoseketten besteht, zählt man Inulin zu den Fructanen. Die enthaltene Fructose wird auf dem Weg in den Darm nicht absorbiert - wir haben es also mit einem unverdaulichen Zucker zu tun. Deshalb wird Inulin in die Gruppe der Ballaststoffe eingeordnet und nicht als Zucker bezeichnet. Seine Wirkung als Ballaststoff, hat den positiven Effekt, dass sich Inulin nur in sehr geringem Maße auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Aus diesen Gründen planen auch wir Inulin zukünftig in unseren foodloose Produkten einzusetzen. So können wir den Zuckergehalt der Produkte senken und dabei gleichzeitig den Ballaststoffanteil erhöhen.

Wie wirkt Inulin im Körper?

Als Ballaststoff wird Inulin unverdaut durch den Magen-Darm-Trakt befördert. Es gibt kein menschliches Verdauungsenzym, das die Fähigkeit besitzt, diesen förderlichen Nährstoff zu zersetzen. Das ist auch gar nicht nötig: Die Verarbeitung übernehmen die wichtigen Darmbakterien im Dickdarm. Hier ist der größte Teil der Darmflora ansässig. Sie ist abhängig von prebiotischen Botenstoffen wie Inulin, um sich in gesunder Form zu entwickeln.

Es gibt gute und krankmachende Darmbakterien. Erstgenannte sind beispielsweise die guten Bifidus-Bakterien. Sie verwerten das Inulin für ihr Wachstum, ihre Vermehrung und bilden auf diese Art eine höhere Anzahl an nützlichen Darmbakterien. Im Umkehrschluss bedeutet das weniger Platz für schlechte Bakterien. Es ist wichtig, seinen Körper mit ausreichend Inulin zu versorgen, um seinen guten Darmbakterien genügend Futter zu geben. Wer sich unausgewogen ernährt und somit nicht ausreichend Prebiotika aufnimmt, läuft Gefahr, seine Darmbakterien Hunger leiden zu lassen. In dem Fall würden sie ermüden, ihre Anzahl und Größe verringern und den schlechten Darmbakterien mehr Raum zur Entfaltung bieten. Um dagegen anzugehen, sollte die ausgewogene Ernährung immer im Blick behalten werden.

Worin ist Inulin enthalten?

Wer seiner Darmflora etwas Gutes tun möchte, kann sich an unterschiedlichen Lebensmitteln bedienen. Der Ballaststoff kommt in verschiedenen Pflanzen vor, die auch gerne in der gesunden Küche eingesetzt werden:

  • Artischocke
  • Pastinake
  • Lauch
  • Erkaltete Kartoffeln
  • Topinambur
  • Chicorée
  • Schwarzwurzeln
  • Knoblauch
  • Zwiebeln

Schätzungsweise nehmen wir täglich drei bis elf Gramm Inulin über die Nahrung zu uns. Erst ab einer Menge von 30 Gramm kann es laut Experten zu gesundheitlichen Problemen kommen.
Sehr empfindliche Menschen können jedoch schon bei dem Verzehr von kleinen Mengen an inulinhaltigen Lebensmitteln mit Beschwerden wie Blähungen und Durchfall zu kämpfen haben. Das passiert dann, wenn der Magen-Darm-Trakt an die Zufuhr von Ballaststoffen nicht gewöhnt ist. In dem Fall sollte sich langsam an das Prebiotikum herangetastet werden. Mit der Zeit wird das Inulin besser vertragen und der Körper kann sich an den positiven Eigenschaften erfreuen.

Der ganz besondere Ballaststoff

Inulin kann eine wahre Wohltat für den menschlichen Körper sein. Es wird zwar keine Energie für den täglichen Bedarf aus dem Inhaltsstoff gezogen, jedoch freut sich die Darmflora umso mehr über die Inulin-Beigabe. Sind die guten Darmbakterien mit ausreichend Prebiotika versorgt, führt dies zu einer Vielzahl an positiven Eigenschaften, die sich langfristig auf die Gesundheit auswirken:

  • Als Ballaststoff sorgt Inulin für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl
  • Geringer Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
  • Dank quellender Wirkung im Dickdarm wird die Frequenz und das Volumen des Stuhlgangs erhöht; dies beugt Verstopfungen und Darmerkrankungen vor; durch den verringerten Innendruck im Dickdarm können Hämorrhoiden vorgebeugt werden
  • Positive Auswirkung auf eine gesunde Darmflora, was mit einem gestärkten Immunsystem einhergeht
  • Bessere Aufnahme von Calcium und Magnesium
  • Senkung des „schlechten“ Cholesterins LDL
  • Senkung des Darmkrebsrisikos

Diese Punkte führen natürlich weitere positive Nebenwirkungen mit sich. Hält beispielsweise das Sättigungsgefühl länger an, können Heißhungerattacken und Gewichtszunahmen reduziert werden. Die Aufnahme von Calcium und Magnesium ist unter anderem essentiell für den guten Knochenaufbau und die Muskelfunktion. Die Darmflora ist also zentral für einen gesunden Körper und sollte unbedingt ausreichend versorgt werden.

Unser Fazit zu Inulin

Wer seiner Darmflora einen Gefallen tun will, sollte auf seinen Ballaststoff- bzw. Inulin-Haushalt achten. Das Geheimnis ist, seinen Körper nicht mit zu großen Mengen zu überanstrengen. Im richtigen Maß ist Inulin eine wahre Wohltat für unsere nützlichen Darmbakterien, somit für unser Immunsystem und unsere Abwehrkräfte.

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