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Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Zubereitung-von-frischem-GemueseViele Lebensmittel enthalten Zusatzstoffe, doch schmecken oder sehen kann man diese meistens nicht. Erst ein Blick auf die Verpackungsrückseite gibt diese Inhaltsstoffe preis. Allerdings wissen nur wenige Verbraucher, was sich hinter Zutatenbezeichnungen wie beispielsweise „E127“ oder „Erythrosin“ verbirgt. Im Folgenden geben wir einen Überblick über das Thema: Was versteht man genau unter Zusatzstoffen, für was sind sie gut und wie schädlich sind sie?

Was sind Zusatzstoffe?

Zusatzstoffe werden eingesetzt, um die Eigenschaften von Lebensmitteln wie zum Beispiel den Geschmack oder die Haltbarkeit zu verändern. Mit Zusatzstoffen werden außerdem ungewollte Veränderungen im Produktionsverlauf ausgeglichen. Beispielsweise kann sich beim Erhitzen Struktur, Farbe oder Vitamingehalt ändern. Zusatzstoffe kommen also oft dann zum Einsatz, wenn der Verarbeitungsgrad hoch ist und die Herstellung viele (technische) Prozesse umfasst. Im Umkehrschluss kann davon ausgegangen werden, dass Lebensmittel mit geringem Verarbeitungsgrad eher keine oder wenige Zusatzstoffe enthalten.

EU-weit sind aktuell ca. 320 Zusatzstoffe für konventionelle Lebensmittel zugelassen. Hierbei handelt es sich um die sogenannten „E-Nummern“. In Bio-Produkten dürfen dagegen nur ca. 50 Zusatzstoffe verwendet werden. Künstliche Vitamine und Aromen sind z.B. verboten.

Möchte man die Aufnahme von Zusatzstoffen verringern, sollte man also grundsätzlich zu Lebensmitteln greifen, die naturbelassen oder wenig verarbeitet sind (nicht zu stark wärme- oder kältebehandelt). Dazu macht es Sinn, Bio-Produkte konventionellen Produkten vorzuziehen.

Typische Zusatzstoffe und ihre Funktion

Ein typischer Zusatzstoff, den man in vielen Lebensmitteln findet, ist Glycerin. Er hat die E-Nummer E422, wird als Feuchthalte- und Süßungsmittel eingesetzt und ist für Bio-Produkte nicht zugelassen. Die Herstellung erfolgt meist chemisch. Ein weiterer Stoff, der oft verwendet wird, ist der Emulgator Lecithine oder E322, der aus Sojabohnen oder Sonnenblumen gewonnen wird. Er dient als Antioxidationsmittel, Stabilisator und Mehlbehandlungsmittel. Weitere Zusatzstoffgruppen sind Backtriebmittel (wie zum Beispiel Hefe), Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe.

Trotz vieler Funktionen, die Zusatzstoffe übernehmen können, werden diese oftmals nicht unbedingt benötigt. Um die Haltbarkeit, die Konsistenz oder Nährstoffe zu erhalten, wäre es auch möglich besondere Herstellungstechniken, Rezepturen und Rohstoffqualitäten zu verwenden. Damit würde man bessere Lebensmittel herstellen, müsste allerdings mit höheren Kosten (z.B. im Einkauf) rechnen. Der Eindruck vieler Verbraucher täuscht also nicht: billige Lebensmittel enthalten oft viele fragwürdige Zusatzstoffe und Lebensmittel mit vielen Zusatzstoffen können nicht vollwertig und gesund sein.

Sind alle Zusatzstoffe gesundheitsschädlich?

Mehr als die Hälfte der über 300 zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe gelten als ungefährlich. Bei diesen Stoffen konnte bisher wissenschaftlich keine Gesundheitsgefährdung nachgewiesen werden. Theoretisch sollten alle E-Zusatzstoffe gesundheitlich unbedenklich sein, da sie von der EU nur unter dieser Bedingung zugelassen werden. Jedoch gibt es einige, bei denen die gesundheitliche Unbedenklichkeit angezweifelt wird.

Die Verbraucherzentrale warnt insbesondere Menschen mit Pseudoallergien, Asthma und Neurodermitis vor bestimmten Konservierungsstoffen. Darunter fällt beispielsweise Schwefeldioxid oder E220, welches bei Asthmatikern Asthmaanfälle verursachen kann. Der Geschmacksverstärker Glutamat und der Stabilisator Natriumcitrat können Pseudoallergien auslösen. Bei Emulgatoren und verschiedenen Farbstoffen gibt es ebenfalls Hinweise darauf, dass der Verzehr sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken kann.

Einige Zusatzstoffe beeinflussen möglicherweise die Verdauung und Nährstoffaufnahme und können Menschen mit bestimmten Stoffwechselbesonderheiten oder -erkrankungen gefährden. Außerdem stehen sie im Verdacht, die Entstehung von Krankheiten zu begünstigen.

Die Verbraucherzentrale hat einen praktischen Flyer erstellt, mit dem man auf einen Blick sehen kann, welche Zusatzstoffe unbedenklich und welche mit Vorsicht zu genießen sind (hier als PDF-Download).

Wie kann man Zusatzstoffe vermeiden?

Hierfür gibt es eine einfache Regel: möglichst auf industriell gefertigte Lebensmittel verzichten. Am besten: selbst kochen und dabei unbehandelte (Bio-)Lebensmittel verwenden. Frisches Obst und Gemüse oder rohes Fleisch ist gesetzlich vor Veränderungen geschützt. Man kann also sicher sein, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind. In Grundnahrungsmitteln wie Kaffee, Tee, Mineralwasser, Honig, Milch, Butter, Pflanzenölen oder Teigwaren u. ä. dürfen ebenfalls keine Zusatzstoffe verarbeitet sein.

Beim Kauf von verpackten Lebensmitteln macht es Sinn den Verarbeitungsgrad zu hinterfragen und einen Blick auf das Inhaltsverzeichnis auf der Verpackungsrückseite zu werfen. Außerdem ist es ratsam, sich nicht immer nur durch den Preis leiten zu lassen. Oftmals gibt es zu einem billigen Produkt eine hochwertige Alternative ohne Zusatzstoffe.

Als natürliche Alternative zu stark verarbeiteten Müsliriegeln und anderen Süßigkeiten wie Schokoriegeln sind unsere foodloose Bio-Riegel bestens geeignet. Die Zutaten unserer Riegel werden lediglich mit dem erhitzten Agavendicksaft vermengt, auf einem Förderband ausgerollt, getrocknet und in Riegel-Formen geschnitten. Während viele herkömmliche Müsliriegel neben viel Zucker und Fett meist noch Zusatzstoffe wie Emulgatoren und Aromen, Fettzusätze und Salz enthalten, verzichten wir bei unseren Produkten bewusst komplett auf solche Zusätze.

 

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