Lexikon: H wie Himbeere

Die Himbeere, auch Hohlbeere, Katzenbeere oder Mollbeere genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Daher ist sie mit Äpfeln, Aprikosen, Kirschen und auch Erdbeeren verwandt. Ihrem Ursprung nach ist sie eigentlich keine Beere, sondern eine Sammelfrucht, wie die Erdbeere oder Feige. Himbeeren sind meist rot, aber es gibt sie auch in rosa, violett, schwarz oder als goldene (gelbe) Beere.

Hauptsaison der Himbeere ist von Mai bis August. Einige Sorten tragen auch im Oktober noch Früchte. Die Himbeere wird auch die "Beere der Hirschkuh" genannt: Das „Him“ der Himbeere kommt vom altdeutschen Wort „Hinde“, was Hirschkuh bedeutet. Das heißt: Himbeeren wachsen dort, wo Hirschkühe sind. Das bedeutet in lichten Waldstücken und an Wegrändern, gerne im Halbschatten und auf nitrathaltigem Boden.

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Geschichte

Die Himbeere zählt zu den ältesten Kulturfrüchten in Deutschland. Man wusste sie schon früh als gesundes Obst und Heilmittel einzusetzen. Die heutige Himbeere stammt von der europäischen Waldhimbeere ab. In Theodor Fontanes „Im Garten“ finden sich die Hände der Liebenden im Himbeerstrauch, der sie trennt: Keine sehr romantische Vorstellung, wenn man weiß, wie stachelig so eine wilde Himbeere sein kann. Auch Hildegard von Bingen, die schon im 12. Jahrhundert ihre Ernährungslehre verfasste, wusste die pinke Saison-Frucht zu schätzen. So kochte sich beispielsweise einen Brei aus Dinkelflocken, gemahlenen Mandeln und Himbeeren, gab Rahm dazu und süßte ihn mit ein wenig Rohrzucker oder Honig.

Inhalts- und Nährstoffe

Himbeeren enthalten ein hohe Konzentration an Vitamin C, Provitamin A und Vitamin B. Zudem viele andere wertvolle Stoffe, wie Folsäure, Magnesium und Kalium. Auch der Gehalt an Eisen ist bemerkenswert, sodass die Frucht sogar blutreinigend und -bildend wirkt. Zusammen mit dem Vitamin C kann der Körper das Eisen besonders gut verwerten. Eine größere Portion von 250 Gramm Himbeeren enthält zudem in etwa 100 Milligramm Kalzium. Die enthaltene Säure ist vorwiegend Zitronensäure: Diese beeinflusst den Harnstoffwechsel, wirkt treibend und reinigend. Flavonoide (verantwortlich für die Farbgebung, Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe) haben einen blutreinigenden Effekt. Diese können auch dabei helfen, entzündlichen Prozessen und sogar Krebs vorzubeugen. Bei Fieber sind Himbeeren ein wahrer Geheimtipp: verantwortlich dafür ist die sogenannte „Salicylsäure“.

Die Himbeere zählt zu den antioxidativ wirkenden Früchten. Antioxidantien machen unsere Zellen stark gegen freie Radikale und können sie so vor der Zerstörung durch aggressive Sauerstoffmoleküle schützen. Darüber hinaus enthalten Himbeeren reichlich Vitamine, viel Eisen und andere Mineralien sowie Ballaststoffe und Spurenelemente. Die Himbeere unterstützt, den Gesamtcholesterinspiegel zu senken und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass die Himbeere trotz ihres hohen Nährstoffgehalts pro hundert Gramm nur 34 kcal besitzt. Sie sind wahre Alleskönner und schmecken hervorragend im Müsli, Salat oder Smoothie und passen super in Frühstücks-Bowls, Nachtisch, Desserts oder Kuchen.

Himbeersorten im Überblick

  • Willamette: Eine frühreife Beere mit mittelgroßen, roten bis dunkelroten Früchten, fest und sehr gut pflückbar.
  • Glen Ample: Wird häufig als „Kinder-Himbeere“ bezeichnet, da die Pflanze keine Stacheln hat. Sie reift früh und trägt große Früchte. Eignet sich für den eigenen Garten oder für den Topf auf dem Balkon.
  • Himbotop: Diese Sorte wächst im Herbst. Sie hat relativ große, feste Früchte und sie wird schnell reif.
  • Meeker: ertragreiche, mittelfrüh reifende Sorte, deren Früchte sind sehr fest und voll im Geschmack.
  • Tulameen: Eine besonders aromatische Sorte, die Beeren sind groß und nach unten hin spitz zulaufend. Sie reift kurz vor "Schönemann".
  • Schönemann: Hierbei handelt es sich um eine spät reifende Himbeersorte mit länglichen, festen und etwas säuerlichen Früchten.
  • Polka: Eine Herbsthimbeere, sehr aromatisch mit großen Früchten. Sie reift gegen Mitte August.
  • Autumn Bliss: Eine weitere Herbsthimbeere, reift zu Anfang August, schmeckt aromatisch und ist resistent gegen Wurzelkrankheiten.

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