Lexikon: C wie Cranberries

Die roten Beeren kommen ursprünglich aus Nordamerika. Sie gelten als Superfood, denn sie enthalten überdurchschnittlich viel Vitamin C, außerdem Betacarotin (Provitamin A), Vitamin B6, Eisen und Mineralstoffe. Cranberries spielen in unserem „Frisco Crisp“ Nussriegel eine wichtige Rolle, der fast genauso gesund ist, wie die Beere.

Die Cranberry (Vaccinium macrocarpon) wird auch Großfrüchtige Moosbeere oder Kranbeere genannt. Sie ist mit der Heidel- und Preiselbeere verwandt. Im Handel wird sie oft fälschlicherweise als Kulturpreiselbeere bezeichnet. Es gibt daher immer wieder Verwechslungen zwischen den beiden Beeren. Dazu kommt der weitverbreitete Irrtum, dass „Cranberry“ der englische Name für die Preiselbeere sei.

Beide Beeren ähneln sich zwar im herb-säuerlichen Geschmack, sind jedoch zwei unterschiedliche Pflanzen. Cranberrysträucher wachsen kriechend mit langen Trieben und Wurzeln. Die Früchte sind etwa so groß wie Kirschen.

Geschichte

Cranberries stammen ursprünglich aus den Hochmooren Nordamerikas. In den USA haben die Früchte eine lange Tradition, die eng mit den Ureinwohnern von Nordamerika verbunden ist. Früher nahmen Indianer, Trapper und Forscher die Beeren als Proviant mit auf ihre Reisen. Schon damals begleiteten die Cranberries die Abenteurer bei ihren Entdeckungen und bewahrten sie dabei mit viel Vitamin C vor Skorbut. Sie nutzen die Beeren zur alltäglichen Ernährung und essen sie roh oder trinken den Saft.

Auch heute sind Cranberries in den USA nicht wegzudenken. Besonders im Thanksgiving-Menü sind sie ein fester Bestandteil. Dementsprechend werden Cranberries dort im großen Stil angebaut. Farmer bewirtschaften dort riesige Felder mit den kleinen Sträuchern.

Darum setzen Farmer ihre Cranberryfelder unter Wasser

Nachdem die Farmer die Plantage über Nacht geflutet haben, stehen die Sträucher am nächsten Morgen vollständig unter Wasser. Knapp einen halben Meter hoch steht das Wasser: Nun werden künstliche Wasserstrudel auf den Feldern erzeugt. Und man sieht, wie nach und nach zahlreiche Cranberries nach oben treiben. Langsam verwandeln sich die gefluteten Felder in einen gigantischen roten Teppich und es wird klar, warum die Felder unter Wasser gesetzt wurden. Es handelt sich um einen Trick, der die aufwendige Ernte der roten Früchte erleichtert. Denn jede Beere enthält vier Luftkammern, weshalb sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Die Beeren müssten sonst mühsam per Hand gepflückt werden. Die Früchte können nun mit einer speziellen Maschine einfach abgeschöpft oder vom Wasser abgesaugt werden. Manche Farmer sammeln die Cranberries sogar mithilfe von Booten ein. Bis zu 250 Tonnen der Beeren werden auf diese Weise täglich geerntet.

Hüpftest

Es mag zuerst merkwürdig klingen, doch die Qualität von Cranberries wird anhand ihrer Hüpfeigenschaft bewertet.
Einer der alten Farmer in New Jersey, John Webb, war der erste, der die hüpfende Eigenschaft der Früchte entdeckte. Durch sein Holzbein war es ihm nur schwer möglich die Früchte vom Heuboden seiner Scheune in den Keller zu tragen. Also schüttete er die Cranberries einfach die Treppe hinunter. Dabei bemerkte er, dass nur frische und feste Beeren die Stufen runter hüpften. Die Beschädigten blieben oben liegen. Auf dieser Beobachtung beruht die Entwicklung von einem Gerät, dem Cranberry-Separator, der die Hüpfeigenschaft der Ernte zur Qualitätskontrolle überprüft. Mit diesem einfachen Test lässt sich auch feststellen, ob die Cranberries aus dem eigenen Garten frisch sind.

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