Lexikon: C wie Cashewkerne

Cashewnüsse sind genau genommen keine Nüsse, sondern eine Steinfrucht. Botanisch gesehen gehören deren Bäume zu derselben Familie wie der Mangobaum. In Thailand heißt das immergrüne Gewächs daher auch "Mango des Waldes". Der bis zu 15 Meter hohe Cashewbaum bildet birnenförmige, verdickte Fruchtstiele aus, die als Cashewäpfel bezeichnet werden, aber nur Scheinfrüchte sind. Der Cashewbaum ist also ein ziemlich eigenartiges Gewächs: Er trägt einerseits Cashewäpfel und andererseits die frei daran baumelnden Cashewkerne in einer harten Schale. Denn anders als alle anderen Früchte der Welt tragen sie ihre Samen nicht im Inneren. Der Cashewkern wächst außerhalb, sodass die Frucht daran gehalten werden kann, wie ein Eis am Stiel. Wenn die Cashewäpfel reif sind, fallen sie von alleine zu Boden.

Dank ihrer guten Haltbarkeit sind die Nüsse für Verbraucher ganzjährig erhältlich.
In Brasilien werden aus den Scheinfrüchten Säfte und Marmelade hergestellt. Die Schale der Kerne ist giftig, der von ihr befreite Inhalt kann roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden.

Der 23. November steht in den USA ganz im Zeichen der Cashew: Als beliebtes und gesundes Nahrungsmittel wird landesweit am National Cashew Day in den USA gefeiert.

Geschichte

Zunächst waren nicht die köstlichen Steinfrüchte des Cashewbaums für die Menschheit interessant, vielmehr wurde der Baum kultiviert, da er tiefe Wurzeln hat und dadurch den Boden festigte. In Regionen mit starken Regenfällen verhinderten Cashewbäume weitere Erosionen. Das ausgeprägte Wurzelwerk des Cashewbaums sorgt zudem dafür, dass er Nährstoffmangel und trockenen Boden gut übersteht.

Der Ursprung der Cashew liegt in Brasilien. Erst vor wenigen Jahrhunderten gewannen die Kerne zunehmend an Bedeutung. Von dort breitete sich der Cashewbaum schnell in andere tropische Gegenden aus. Heute wird die Cashewnuss auch in China, Indien, Indonesien, Vietnam und in zahlreichen Ländern Afrikas angebaut.
Lange war Indien das Zentrum für die Cashewkern-Verarbeitung. Inzwischen haben aber auch die afrikanischen Länder ihren Anbau ausgeweitet und durch die Förderung der Weiterverarbeitung im eigenen Land haben die Bauern dort ein relativ sicheres Einkommen.

Verarbeitung

Es ist eine echte Herausforderung, einen Cashewkern aus seiner Schale zu befreien. Zunächst werden die Nüsse inklusive Schale thermisch behandelt. Dadurch wird die Schale brüchiger und die Cashewnuss lässt sich leichter knacken. Im Anschluss wird das zähe Häutchen, welches den Cashewkern umgibt, entfernt. Damit dem empfindlichen Kern nicht geschadet wird, werden die Nüsse in vielen Anbaugebieten noch per Hand von ihrer Schale befreit. Dieser sorgfältige Schälprozess dauert ziemlich lange. Im Anschluss werden die Cashewkerne naturbelassen verschickt oder verschifft.

Verwendung

In der vegetarischen und asiatischen Küche findet man sehr viele Rezepte, bei denen Cashewkerne zum Einsatz kommen. Aus Cashews kann man Milch machen: Wer auf Kuhmilch verzichten möchte und nicht unbedingt Soja-, Hafer- oder Mandelmilch mag, für den stellt Cashewmilch eine echte Alternative dar. Den cremigen und geschmacklich unaufdringlichen Drink gibt es zwar schon fertig im Supermarkt (für Veganer mit Kalzium und Vitamin B12 angereichert), er lässt sich aber auch ganz einfach selbst herstellen. Die Rezeptur unseres Nussriegels Delhi Delight ist an ein indisches Curry angelehnt – da dürfen Cashews natürlich nicht fehlen! Coco Caramella und Poppy Limona enthalten ebenfalls Cashewkerne.

Inhalts- und Nährstoffe

Cashewkerne sind nicht nur beliebt wegen ihres mild-nussigen, leicht buttrigen Aromas und ihrer angenehm weichen und gleichzeitig knackigen Konsistenz. Cashewkerne enthalten viel hochwertiges pflanzliches Protein (Auf 100 Gramm Kerne kommen 18 Gramm Proteine). Insbesondere für Menschen, die auf tierische Proteine verzichten, stellen Cashewkerne eine sehr gute Eiweißquelle dar.

Cashews sind verhältnismäßig fettarm: Die Kerne versorgen uns zwar mit viel Energie, doch im Vergleich zu anderen Nüssen wie Wal-, Macadamia- oder Paranüssen enthalten sie relativ wenig Fett (Während 100 Gramm Macadamia (720 Kalorien) 76 Gramm Fett aufweisen, stecken in derselben Menge Cashews "nur" 42 Gramm davon).
Sie weisen viele ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf. Diese wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und können bei der Regulierung eines zu hohen Cholesterinspiegels helfen. Cashews sind sehr gute Magnesium- und Phosphorlieferanten. Diese Mineralstoffe sind wichtig für unser Herz, unsere Muskeln, Nerven, Zähne und Knochen. Der hohe Magnesiumgehalt (270 Milligramm pro 100 Gramm) macht Cashewkerne zur hervorragenden Nervennahrung.

Cashews machen glücklich, denn sie enthalten eine Menge Tryptophan. In kaum einem anderen Lebensmittel ist so viel der Aminosäure enthalten. Aus ihr wird im Körper der Botenstoff Serotonin hergestellt, der umgangssprachlich als Glückshormon bekannt. Dieser Stoff wirkt nicht nur stimmungsaufhellend und antidepressiv, sondern auch schlaffördernd und entspannend. Mit 450 Milligramm davon auf 100 Gramm Kerne sind die hellen Nüsschen also echte Stimmungskanonen.

Cashewkerne enthalten viele B-Vitamine, ein Mangel an diesen kann zu Konzentrationsschwierigkeiten oder zu Müdigkeit führen. 

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