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Ernährung für Kinder

Kinder-essen-GemueseEine ausgewogene Ernährung ist für die Entwicklung und Gesundheit eines Kindes von großer Bedeutung. Schon die im Kleinkindalter von 1-3 Jahren erworbenen Essgewohnheiten prägen bis ins Erwachsenenalter. Im nachfolgenden Text geben wir einige Hinweise, worauf bei der Ernährung von Kindern und deren Umgang mit Lebensmitteln zu achten ist. Außerdem geben wir ein paar Tipps für Lebensmittel, die für eine gesunde und ausgewogene Ernährung von Kindern geeignet sind.

Essen lernen

Für Kinder jeden Alters ist es wichtig einen geregelten Rhythmus der Mahlzeiten einzuhalten. Laut der ESPGHAN (European Society for Peadiatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrion) werden für Kinder ab 2 Jahren mindestens 4 Mahlzeiten täglich empfohlen. Die Einteilung der Mahlzeiten ist allerdings kulturbedingt. Hierzulande sind 3 Hauptmahlzeiten plus 1-2 Zwischenmahlzeiten üblich. Nach Möglichkeit sollte mindestens einmal am Tag zusammen mit der Familie gegessen werden. Wenn die Mahlzeiten mit angenehmen Erlebnissen verbunden werden, fördert dies auch eine positive Entwicklung der Essgewohnheiten sowie der Kommunikationsfähigkeiten.

Lebensmittelvielfalt kennenlernen

Vielfalt und Abwechslung in der Lebensmittelauswahl bei (Klein)Kindern beeinflussen das spätere Genussempfinden. Daher sollte vor allem die Akzeptanz von nährstoffdichten Lebensmitteln, wie Gemüse und Obst, gefördert werden. Dies gelingt, indem Kinder wiederholt ermutigt werden neue Lebensmittel zu probieren. Sie sollen auch entdecken können, wie die Lebensmittel aussehen, wie sie sich anfühlen und welche Konsistenz sie haben. Besonders offen für neue Geschmackserfahrungen sind Säuglinge im Alter von einem halben Jahr und Kleinkinder bis zu etwa 2 Jahren. Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren lehnen dagegen häufiger neue Speisen ab. Eine Kombination mit einem bereits bekannten Geschmack hilft dem Kind, neue Lebensmittel kennenzulernen und eine vielfältige Geschmackssensibilität aufzubauen. Kinder sollten allerdings nicht zum Essen gezwungen werden. Auch regelmäßige Belohnungen oder Bestrafungen mit Mahlzeiten oder Snacks wie Süßigkeiten sollten vermieden werden.

Ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährungsweise

Kinder und Kleinkinder können und sollten an den Mahlzeiten der Familie teilnehmen. Natürlich sollte auf eine altersgerechte Zubereitung geachtet und entsprechend kleinere Mengen serviert werden. Beim gemeinsamen Essen ist es wichtig, dass die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen, denn Kinder lernen durch Beobachten und Nachahmen. Die Essgewohnheiten der Eltern prägen also langfristig auch die der Kinder. Grundsätzlich enthält eine ausgewogene und abwechslungsreiche Familienernährung:

  • Viel Flüssigkeit: Kinder sollten auch zwischen den Mahlzeiten reichlich Getränke zu sich nehmen. Am besten eignen sich Wasser, Tees, andere ungesüßte Getränke und stark verdünnte Saftschorlen.
  • Viel Frisches: Reichlich pflanzliche und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse und Obst, Getreideprodukte oder Kartoffeln. Diese müssen nicht bei jeder Mahlzeit, sollten aber zumindest jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Dabei ist egal ob roh, gekocht oder püriert.
  • Mäßig tierische Lebensmittel: Milchprodukte, Fleisch, Fisch oder Eier sollten in mäßigen Mengen dosiert werden. Ein bis zwei Mal pro Woche Fleisch oder Fisch sind völlig ausreichend.
  • Zucker und Salz in Maßen: Süßigkeiten, Chips, Knabberartikel oder andere Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Zucker, Salz und/oder gesättigten Fettsäuren sollten die Ausnahme sein.

Vegetarische und vegane Ernährung im Kleinkindalter

Die ovo-lacto-vegetarische Ernährung, also eine pflanzliche Ernährung, die Milchprodukte und Eier beinhaltet, ist auch bei Kleinkindern möglich. Dabei sollte aber auf eine ausgewogene Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Zink, Calcium, Vitamin B12, Vitamin D sowie langkettigen Omega-3 Fettsäuren geachtet werden. Von einer rein veganen Ernährung bei Kleinkindern ist abzuraten, da das Risiko für einen Nährstoffmangel groß ist. Generell sollte immer eine medizinische Beratung hinzugezogen werden, wenn sich Eltern für eine spezielle Ernährungsform ihres Kindes entscheiden.

Lebensmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Allergische Reaktionen auf Lebensmittel treten oft im Alter von zwei oder drei Jahren das erste Mal auf, aber auch Babys können schon betroffen sein. Allergien oder Unverträglichkeiten können sich aber auch erst im Erwachsenenalter entwickeln. Falls Unverträglichkeiten bei Kindern entdeckt werden, sollte die Ernährung immer mit ärztlicher Unterstützung angepasst oder umgestellt werden.

Wie erkennt man Lebensmittel und Snackprodukte, die für Kinder geeignet sind?

Die meisten Lebensmittel, die speziell für Kleinkinder, als Säuglingsanfangsnahrung oder als Beikost hergestellt werden, sind entsprechend gekennzeichnet. Meist findet man auf der Verpackung einen  Hinweis, ab welchem Alter oder bis zu welchem Alter das Lebensmittel verzehrt werden kann. Produkte, die speziell für Kleinkinder im Alter von 1 bis 3 Jahren hergestellt werden, unterliegen besonderen Bestimmungen (Diät-Verordnung für Säuglings-  und Kindernahrung). Darin werden den Herstellern Vorgaben für Rückstände, Schadstoffe und andere Inhaltsstoffe gemacht.

Generell ist es wichtig, dass Kleinkinder und Kinder eine ausgewogene Ernährung geboten bekommen (siehe oben). Dafür sind auch viele Produkte ohne eine bestimmte Kennzeichnung geeignet. Dazu gehören natürlich alle frischen Lebensmittel und solche, die mit wenig oder bestenfalls ohne zugesetzten Zucker auskommen sowie diejenigen, die geringe Anteile an gesättigten Fettsäuren oder Salz enthalten.

Um sich vor Infektionen und Vergiftungen zu schützen, sollten Kleinkinder im Alter von 1-3 Jahren bestimmte Lebensmittel gar nicht verzehren. Dazu gehören rohe tierische Produkte, wie rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch, rohe Wurstsorten, roher Fisch, Rohmilch und Weichkäse aus Rohmilch, rohe Eier und alle daraus hergestellten, nicht ausreichend erhitzen Lebensmittel.

Lebensmittel wie Nüsse, Mandeln oder Ähnliches sollten für Kleinkinder nicht zugänglich sein und nur unter Aufsicht oder in verarbeiteter Form verzehrt werden, da diese verschluckt werden können (Aspirationsgefahr).

 

Bildquelle: © Oksana Kuzmina / Fotolia

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